Jessi and me


Hier erzählen die Mischlingshündin Jessi, alias Miss Flauschemops, und ich, Diana, aus unserem Alltag. Jessi ist etwa 2001/2002 geboren. 

 

Wir erzählen vom täglichen Gassi, über das Fressen, bis hin zum Tierarzt. Es wird nie langweilig bei uns!

 

 

 

 

 

 

  

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Ein reinrassiger Mischling! (Do, 19 Mai 2016)
Seit mein Freund und ich Jessi vor fast drei Jahren zu uns geholt haben, war unklar aus welchen Rassen sie gemixt wurde. Die Vorbesitzer und auch de Tierärzte, bei denen wir waren, sagte alle, es wäre ein Großer Münsterländer dabei gewesen. Okay, der Verdacht liegt nahe. Also habe ich Google „ausgefragt“. Was gibt es denn da für Kombinationen, die Jessi ähnlich sehen?? Viel zu viele! Ich habe nachher Rassenjeopardy gespielt und mir die besten Rassen ausgesucht. Hehehe. Aber irgendwie wollte ich doch wissen, was es denn jetzt genau ist. Da bin ich durch Facebook auf die Firma FERAGEN  aus Salzburg in Österreich aufmerksam geworden.   2012 gab die Labrador Retrieverhündin Nala von Mag. Dr. Anja Geretschläger und ihrem Mann Michael Geretschläger den Anstoß zu der Idee, ein Labor für genetische Diagnostik von Tieren ins Leben zu rufen. Bei Nala wurde eine Allergiediagnostik durchgeführt und die Molekularbiologin Anja Geretschkäger stellte bei ihren Recherchen fest, dass viele Krankheiten genetischen Ursprunges sind. So fing sie an, im Labor mit Mundschleimhautabstrichen von Nala einige Testläufe zu machen. Die Entnahme von Blut wäre zu umständlich gewesen und bedürfte größeren Aufwandes. Durch das Verfahren der Probenvorbereitung von Mag. Dr. Anja Geretschläger können jetzt sämtliche Analysen mit Schleimhautzellen durchgeführt werden, sodass aufwendige Lager – und Transportketten vermieden werden können und die Proben auch zu Hause entnommen werden können.   Das Ganze klang für mich sehr viel versprechend und so habe ich mich mit der Firma in Verbindung gesetzt, suchte mir einen Test aus und schwupps – nur wenige Tage hatte ich auch schon Post. // Man kann zwischen zwei Tests wählen:   Rassebestimmung Hund Light zur Zeit für 99€ im Angebot (statt 119€) Hierbei bekommt man eine Rassebestimmung mit umfangreichen Befund und für kurze Zeit kostenlos dazu einen genetischen Gesundheitscheck   Rassebestimmung Topseller zur Zeit für 199€ im Angebot (statt 149€) Hier bekommt man eine Rassebestimmung mit umfangreichen Befund und für kurze Zeit kostenlos dazu einen genetischen Gesundheitscheck; FERAGEN Zertifikat mit Foto im Wert von 15€; zusätzlich Befund zur Vorlage bei Ämtern, Behörden, Zuchtvereinen usw. im Wert von 15€       Ich entschied mich für den Topseller. Im Päckchen war alles genau beschrieben, wie die Entnahme von statten laufen sollte. Ebenfalls bekam ich einen Zettel, auf dem ich einige Fragen zu Jessi ausfüllen sollte. So einfach die Entnahme der Mundschlemhautzellen klingt, ist es gar nicht. Zumindest bei Jessi. Es gibt zwei Stäbchen mit kleinen Bürsten am Ende, die man jeweils 45 Sekunden lang zwischen Lefze und Kiefer reiben soll. Jessi möchte das gar nicht und es hat etwas gedauert, bis wir das hinter uns hatten. Die Bürsten dürfen nichts anderes berühren als den Mundraum des Hundes, damit alles steril bleibt und die Proben nicht verfälscht werden. Diese müssen nach der Entnahme etwa 10 Minuten trocknen und dann können sie mit den Fragen zusammen wieder zurück geschickt werden. Das war unser Teil. Dann dauert es etwa 4 – 6 Wochen, bis der Test fertig ausgewertet ist. // Nun wird im Labor in Salzburg Jessis Probe verarbeitet. Ihre DNA wurde aus der Mundschleimhaut isoliert und 321 genetische Marker analysiert. Jede Hunderasse besitzt eigene Marker, die miteinander verglichen werden und so kann festgestellt werden, welche Rassen vertreten sind. Das wird von einem eigens hierfür entwickeltem Computerprogramm übernommen, das alle möglichen Abstammungen bis hin zu den Urgroßeltern durch geht. Das kann einfache Stammbäume, wie z.B. bei reinrassigen Hunden, oder Stammbäume mit bis zu acht möglichen Rassen in den Urgroßeltern.   Das Programm bedient sich einer Datenbank von über 235 Rassen und Rassenvarietäten. Es gibt Millionen mögliche Stammbäume und hierfür wird ein Wert vergeben, welcher Aussagen darüber vergibt, wie gut der Wert des jeweiligen Hundes ist. Der Stammbaum, der den besten Wert erhält, ist in der Ahnentafel festgehalten. Wie das ganz genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.   Aber was ist Jessi denn jetzt?? Fünf Wochen hab ich aufgeregt gewartet bis ich die erlösende Mail bekam. Jetzt lüfte ich das Geheimnis endlich!   Jessi ist ein Mischling aus :   Deutsch Drahthaar Deutsch Kurzhaar Berner Sennenhund Deutscher Schäferhund     Wer hätte das Gedacht? Ich jedenfalls nicht :D Ein paar Tage später erhielt ich die Unterlagen alle nochmal als Mappe per Post. Es steht nicht „einfach nur“ das Ergebnis drin; es ist der Stammbaum abgebildet und, das finde ich sehr gut, zu jeder vorhandenen Rasse ein Rasseportrait, ebenso sind genetisch bedingte Krankheiten, die durch einzelne Rassen vererbt werden können, aufgeführt. So kann man seinen Hund bei verdacht gleich auf eventuell „richtige“ Krankheiten testen lassen.   Durch die ausführlichen Rasseportraits kann man genauer auf die Bedürfnisse eingehen, bzw. kann genauer Erkennen, wie sich das Wesen des Tieres zusammen setzt. Bei Jessi ist es in etwa so: Ihre ruhige, gelassene Art kommt vom Berner Sennenhund, der doch recht starke Jagdtrieb bei Wild kommt deutlich von den Jagdhunden, das Aufbrausen an der Leine ist das Temperament des Schäferhundes. Ihre Farbe hat Jessi ebenfalls von den Jagdhunden, den flauschigen Kragen wohl vom Schäferhund und die Größe wohl von allen. Ab da wird es schwierig für mich, genauer zu werden.  // Wird sich was ändern für mich? Nein. Ich habe mich gleich zu Anfang recht schnell an Jessis Bedürfnisse angepasst und nun noch rassenspezifisch zu werden ist zu spät. Für mich war es interessant zu erfahren, aus was Jessi gemixt wurde und wie das vonstatten geht. Wäre sie jünger, könnte man sicherlich jetzt noch anders auf sie eingehen, sie besser auslasten und verstehen.   Von den typischen Krankheiten der jeweiligen Rassen habe ich bisher nichts feststellen können an Jessi und ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt!   Ich bin gespannt, was meine Tierärztin zu dem Ergebnis sagt!    
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